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Notizbuch, Dokumentation, Magazin, Herbarium, Rezeptkladde, Fotoalbum, Skizzenblock, Ablage

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Werkstatt – Das Ende trägt die Last

29. Februar 2016 | Haus & Hof | 5 Kommentare

Ich habe mich etwas erschrocken als ich gestern im Blog die Tür aufsperrte und die imaginären Wurfpostsendungen zur Seite schob, welche sich hinter dem ebenso imaginären Briefschlitz meines Blogs gesammelt haben. Ich war das letzte Mal am 07. Februar hier.

Ich hatte mir dieses Jahr vorgenommen wenigstens einmal in der Woche zu posten *räusper*. Es passiert leider zu viel. Das ist keine faule Ausrede. Ich bereite u.a. die Schultütensaison vor. Dazu gehört auch die Restarbeiten in meiner Werkstatt fertigzustellen. Wie sagt man doch gerne so leicht hin:„ Nichts ist beständiger als ein Provisorium.“ Davon habe ich gleich  mehrere. Stalinlampen sind z.B. bei mir solche, sich hartnäckig haltenden Provisorien.

 

Designlampe

Ihr wisst nicht was eine »Stalinlampe« ist? Das Design ist weit verbreitet. Oft während Renovierungsphasen an vielen Raumdecken anzutreffen. Bei mir auch darüber hinaus. Freundlich gesagt ist eine »Stalinlampe« der Archetyp unter den reduziert gestalteten Urbaninfluencerstreetstyle-Designerlampen. Back to the roots sozusagen, aber so was von roots.

Sichtbarer Kabelauslass, kapriziös abgespreiztes Erdungskabel in der charmanten Farbstellung gelb-grün gestreift, blaues Kabel, braunes Kabel, schwarze Lüsterklemme aus einer längst verschollenen Ikealampe und eine Fassung aus der Krümelschicht des wohlsortierten  Renovierungsutensilienkartons. Hat jeder, kennt jeder.

 

 

Genau dieser Lampe ( auf dem Foto ist das Modell »Stalin ringt um Fassung« zu bewundern) und ihrer Kollegin im Eingang bin ich in den vergangenen zwei Wochen zu Leibe gerückt. Ach ja der Teeküche endlich auch, den Fensterbänken, dem Einbauschrank. Ich falle ja immer wieder auf mich selbst rein, weil ich regelmäßig dem Glauben anheim falle, dass so ein paar Restarbeiten schnell erledigt sind.

 

Mut zur Lücke

Alleine das Zusammenbauen einer Ikeaküche stellt selbst für mich, die in grauer Vorzeit Möbelbau studiert hat, eine ernstzunehmende Herausforderung dar. Besonders, als ich feststellte, dass Ikeaunterschränke nicht tiefenkompatibel mit normalen Küchenarbeitsplatten sind. Kann mir mal einer erklären, warum sich Ikea hierbei nicht an die Standardmaße von 60 cm Tiefe hält? Verwendet man dann noch die Wandschiene um die Unterschränke zu sichern, klafft hinten, zwischen Wand und Standardarbeitsplatte eine Lücke von ca. 3 cm.

 

Bleib bei Deinen Leisten

So  stand ich, reichlich genervt und überlegte, wie diese nicht eingeplante Lücke möglichst kostenneutral und der Gestaltungsplanung angepasst versteckt werden könnte. Mit Leisten! Leisten gehen immer bei mir. Ihr glaubt gar nicht, was ich alles schon mit Leisten verdeckt habe. Dolles Zeuchs sach ich Euch!

Aber die wollen abgelängt und farblich angepasst werden etc. pp. So zieht eine Arbeit die nächste nach sich. Aus ursprünglich geplanten sieben Tagen sind bereits drei Wochen geworden. Aus ursprünglich geplanten drei Post in einer Woche wird ein Post in drei Wochen. Daher der aktuelle Stand der

Renovierung Werkstatt

Die Baustelle Teil 10 – Ende in Sicht 
Die Baustelle Teil 9 – Schon wieder Muskelkater
Die Baustelle Teil 8 – Mördermuskelkater
Die Baustelle Teil 7 – Das Ende trägt die Last
Die Baustelle Teil 6 – Rettungslos hinterher
Die Baustelle Teil 5 – Elektrisiert
Die Baustelle Teil 4 – Weißte Bescheid
Die Baustelle Teil 3 – Wie weit biste?
Die Baustelle Teil 2 – Jetzt geht’s zur Sache
Die Baustelle Teil 1 – Es renoviert – Surprise

[ Doris Niestroj – die.waschkueche ]

5 Kommentare

  1. Das sind dann so die Freuden der Perfektionisten..;-)))), ich bleibe lieber bei meinen Provisorien- wenn man lange genug damit lebt, fallen sie ja nicht mehr weiter auf!Und die Lampe sieht doch zumindest auf dem Foto recht hm..künstlerisch aus!!♥lichst, Gabi

    • Gabi, was passiert, wenn ich Dir sage, dass Du an diesem Perfektionistenschub "schuld" bist? :DLG Doris

    • Jaja, ich bin immer schuld- das kenne ich schon! ;-)))

  2. Also echte Stalinlampen sind die alten Glühbirnen , die sind (waren) noch schöner, ungefiltertes Licht – mehr geht nicht. Wenn du jetzt noch ein bisschen Wand über der abgelängten Leiste mit der Prawda tapezierst oder sie ( die Prawda ) als Scheibengardine verwendest, bilden beide eine schöne,stilistische Einheit.Was meinst du ? Natürlich ist Gabi "schuld ". Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus…Herzliche Grüße,Angela

    • Ich glaube ich habe noch eine Prawda von 1985 oder so. Als es begann mit der Perestroika. Und ja, Du hast recht NATÜRLICH sind die echten Glühlampen die einzig wahren!!! Wir haben uns auch seinerzeit welche gesichert … billige aus Fernost … Haltbarkeit gleich null und wenn sie ihren Geist aufgeben, tun sie dies gerne mit funkensprühenden Explosionen und die Glühbirnenfassung ist anschließend festgebrannt … Klar ist Gabi schuld, wer denn sonst. ;)Viele Grüsse Doris

♥ Willkommen !

Schön das Du mich gefunden hast!
In meinem Blog erwarten Dich unterhaltsame und informative Einblicke in meine Filzwelt. Damit es aber nicht zu einseitig wird, sind noch andere Themen untergemischt die mich interessieren oder bewegen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Doris Niestroj

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