BLOG

Notizbuch, Dokumentation, Magazin, Herbarium, Rezeptkladde, Fotoalbum, Skizzenblock, Ablage

Über Stock und Stein

25. Mai 2009 | Wald & Wiese | 5 Kommentare

Habt Ihr Lust mich auf einer Wanderung zu begleiten? Den heutigen Tag habe ich nur für mich. Ich kann tun und lassen was ich will und brauche auf Niemanden Rücksicht nehmen. Solche Tage genieße ich immer sehr und bei diesem schönen Wetter mache mich, bewaffnet mit meiner Kamera, auf den Weg durch die Feldmark. Gerne nehme ich Euch dabei mit.

… mich auf meiner Wanderung zu begleiten? Den heutigen Tag habe ich nur für mich. Ich kann tun und lassen was ich will und brauche auf Niemanden Rücksicht nehmen. Solche Tage genieße ich immer sehr und bei diesem schönen Wetter mache mich, bewaffnet mit meiner Kamera, auf den Weg durch die Feldmark.

Zieht Euch passendes Schuhwerk an, nehmt Euch Zeit und kommt mit. Wir sind ca. 3,5 Stunden unterwegs.

 

 

Wie Ihr seht, habe ich mich für leichte,  flachen Treter in Rotentschieden. Da läuft es sich fast wie von selbst … angebrachter wären eigentlich stabilere Schuhe, doch bei dem warmen Wetter. Nun aber los und raus aus dem Dorf in die Felder. Wir folgen in Teilen dem Dreizehnlindenweg. Das ist ein Rundwanderweg und Teilstück des europäischen Wanderweges.

 

 

An diesem Punkt gabelt sich unsere Route und wir gehen rechts den unbefestigten Feldweg hoch. Begleitet vom treuen Schatten. Im Juni, sofern es das Wetter zulässt, kann man in diesem Hohlweg um den 21. Juni Glühwürmchen leuchten sehen. Ich habe es erst einmal erlebt und war total fasziniert!

 

 

Versteckte Schönheiten am Wegesrand. Der gemeine Schneeball (2.v.l.) hat eine magische Anziehungskraft auf Insekten. Für die menschliche Nase riecht er eher gewöhnungsbedürftig. Der Wiesenfuchsschwanz blüht bereits, min. 2 Wochen zu früh (1.v.l).

 

 

 

Es geht im Hohlweg steil bergauf und ich komme bei diesem drückenden Wetter ziemlich aus der Puste. Gerne drehe ich mich auf der Hälfte des Weges um verschnaufe etwas und genieße die Aussicht über die Felder auf das Dorf.

 

 

Heuzeit, auch min. zwei Wochen früher als sonst. Unser Gras steht noch und mal wieder hat jemand das Gatter zur Wiese offen gelassen. Bei diesem warmen Wetter nutzt der Rotmilan die Thermik und gleitet suchend über die Felder und Wiesen.

 

 

Ein Abstecher auf unsere Wiesen. Es gelingt mir leider nur selten die vielen Schmetterlinge, die meinen Weg kreuzen, zu fotografieren. Sie sind einfach zu hektisch. Nur dieser ausgefranste Kerl vom letzten Jahr ließ sich fotografieren. Ein Tagpfauenauge, das vermutlich in irgendeiner Baumspalte den Winter überstanden hat.

 

 

Landschaft wohin man blickt. Die letzten Rapsblüten strahlen noch gelb und geben den Blick auf den Nachbarort frei. Dort haben die Straßen keinen Namen sondern die Häuser nur ihre Nummern.

 

 

 

Am Nachbardorf vorbei befinden wir uns jetzt mitten in der hier typischen Agrarlandschaft. Leider geben die Feldränder nicht mehr viel an Wildgewächsen her, geschuldet der chemischen Keule. dafür sehen die Felder und Äcker sehr aufgeräumt aus.

Bis hier hin sind es bereits 1,5 Stunden. Na, brennen die Füße schon?
Schlecht frisierte Eiche (3.v.l) und mein Schatten (1.v.l.) will ‘ne Pause. Grün wohin das Auge reicht. Scheinbar weit weg von der Zivilisation.

 

 

 

In mitten wogender, grüner Felder und noch mehr Landschaft findet sich doch Zivilisation. Ein altes Fachwerkgehöft in Ständerbauweise. Man nennt das auch Fachwerk.

 

 

 

Auch andere hinterlassen still ihre Spuren. Es muß aber nicht immer ein Fachwerkbauernhaus sein. Der eine verewigt sich mit einem Stein der BP heißt in Landschaft und vergräbt gerne dicke, schwarze Kabel im Erdreich.  Die beiden anderen gehören einem Marder (2.v.l. unten) und dem Damwild (3.v.l. oben)

Wir sind im Naturschutzgebiet der »Emde«. Die Stille geniessen, dem Plätschern des baches Emde zuhören  und den Knoblauchgeruch des langsam verblühenden Bärlauches einatmen. Nichts für zarte Nasen. So still ist es dann doch nicht, die Waldvögel machen nämlich einen ganz schönen Alarm Bis jetzt ist uns noch keine Menschenseele begegnet und wir sind bereits zwei Stunden unterwegs.

 

 

Deutschlands Wald erstickt im Schilderwald. Die braunen Hinweistafeln sind aber sehr lesenswert. Ansonsten im Schilderwald zu erkennen: der weiße Baum auf schwarzem Grund. Das Zeichen für den Dreihzehnlindenweg. Die weiße Raute im schwarzen Quadrat für den Rundwanderweg und hoppla, hier geht’s 10 % bergab. FESTHALTEN …

 

 

Stärkung gefällig? Da müsst Ihr allerdings noch etwas warten Denn köstliche Hagebuttenmarmelade oder Holundersirup sind erst ab Ende August machbar ist. Vorher kann man natürlich schon die Holunderblüten ausbacken. Auch lecker, Walderdbeerenaber auch die benötigen noch Reifezeit. Waldmeisterbowle wäre schon möglich, denn zur Zeit blüht der Waldmeister hier in den Wäldern.

 

 

Wir sind bereits drei Stunden unterwegs und usere wanderung nähert sich dem Ende, denn man kann schon den Talkessel sehen, in dem unser Dorf liegt. Auch hier wieder Landschaft, Landschaft, Landschaft in allen möglichen Grüntönen. In der dicken Kastanie sitzen regelmäßig Falkenjunge und rufen nach ihren Eltern.

 

Na, kennt Ihr den Schrein? Vor dreieinhalb Stunden sind wir rechts den Hohlweg hochgegangen. Nun kommen wir links den Weg wieder an der kleinen Kapelle vorbei. Wir sind ca. 20 Kilometer marschiert und die Füße qualmen. Ich habe Durst und freue mich auf meinen Sessel.

Ich hoffe, Euch hat die Wanderung durch die ostwestfälische Agrarlandschaft und die umliegenden Wälder etwas gefallen.

 

[ Doris Niestroj – die.waschkueche ]

♥ Willkommen !

Schön das Du mich gefunden hast!
In meinem Blog erwarten Dich unterhaltsame und informative Einblicke in meine Filzwelt. Damit es aber nicht zu einseitig wird, sind noch andere Themen untergemischt die mich interessieren oder bewegen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Doris Niestroj

Archiv

5 Kommentare

  1. Uff, geschafft!Danke für die schöne Wanderung!Liebe GrüßeGabriele

  2. Liebe Doris,DANKE!! Ich habe zur Zeit das Gefühl ich komme hier nicht raus…aber bald…am Wochenende!! Dann hält mich nix mehr :o)…Ich schicke Dir liebe Grüße!Alex

  3. Super, ich LIEBE diese Gerstenfelder ! Hab ich hier in der Umgebung noch gar nicht gesehen, ist wahrscheinlich zu nass…Aber Rehe haben wir hier auch massenweise !Jedenfalls sehr schön, dein Spaziergang – und gar nicht soo anstrengend ;-))LG Annette

  4. Hi, sind hinterhergeschlichen, Schuhe beim Schuster. Frohe Pfingsten Reinhard und Muttern

  5. Ach, Ihr ward das und ich habe mich schon gewundert, was da immer im Gebüsch geraschelt hat! 😉 Übrigens, Projekt ‘Tasche’ ist angelaufen. Gruß Tochter auch an die Oldenburger Fraktion.


♥ Willkommen !

Schön das Du mich gefunden hast!
In meinem Blog erwarten Dich unterhaltsame und informative Einblicke in meine Filzwelt. Damit es aber nicht zu einseitig wird, sind noch andere Themen untergemischt die mich interessieren oder bewegen.

Viel Spaß beim Lesen wünscht
Doris Niestroj

Archiv