Ich weiß, Ihr wartet auf die Taschen … ich auch. Diese Schätze sind wirkliche Zeit- und Energiefresser. Ich liege zwar im Endspurt – ich hoffe, ich bekomme sie heute fertig, habe mir aber alles ein wenig anders vorgestellt. Natürlich habe ich nicht jeden Tag daran gearbeitet, dann wären sie schon längst fertig. Aber wie das so ist im Leben, man MUSS Prioritäten setzen. Heute war zum Beispiel Priorität Nr. 1, mit meinem Traumann durch Feld und Flur wandern, um das unvorhergesehen schöne Wetter zu geniessen. Es war sonnig, aber auch noch eisig windig. April eben.
Ich habe es sogar geschafft meine Knipse mitzunehmen, um Euch mal die Welt ausserhalb meiner vier waschkuechenwände zu zeigen. Ich kann leider nicht mit tollen Strassenevents, Monsterkulturprogrammen und anderen genialen Sehenswürdigkeiten aufwarten. Was ich Euch aber zeigen kann ist, wie der Frühling langsam Einzug hält und die Natur erwacht. Denn von der Natur mit allem Drum und Dran haben wir hier reichlich im Weserbergland.

Soll ich Euch mal was veraten, ich bin zwar in der Stadt groß geworden und habe bis zu meinem 25. Lebensjahr in verschiedenen Städten gewohnt aber seit 23 Jahren wohne ich up Dörpp. Ich hatte anfangs auch erst einen gepflegten Kulturschock und komme bis heute mit einigen ländlichen Gepflogenheiten (Stichwort: Schützenfest) nicht wirklich klar, aber weg will ich hier nicht mehr. Auf dem Land leben bedeutet für mich Luxus. 
Lange Rede kurzer Sinn, hier nun Bilder vom Osterspaziergang. Das gleichnamige Gedicht aus Goethes Faust verkneife ich mir jetzt aber. Nur die letzte Zeile lasse ich einfliessen:”Hier bin ich Mensch, hier darf ichs sein.”

Aus diesem kleinen Buchenschößling wird mal so ein ….

… grosser Baum. Die Buche ist bei uns ein typischer Landschaftsbaum. 
Sorgfältig aufgestapelte Tonschindeln mitten im Wald.
Prima Verstecke für Amphibien, Insekten und sogar Vögel,
wie dem Zaunkönig. 

Bärlauch kann man bei uns derzeit mit der Sense ernsten. 

… Veilchen träumen schon, wollen balde kommen …

Ausgehöhlter Kieferstamm (wird wohl Rotfaul sein).
Wer da wohl nach Nahrung gebuddelt hat? 

Noch ‘ne Höhle . Hier wohnen “Von Spechts”.

Primula. Wilde Primel oder auch Schlüsselblume. 

Die Schäfereiche. Wie alt sie ist weiß ich nicht, aber ich schätze sie stand schon zu
Anette von Droste-Hülshoffs Zeiten dort.
Erklärenderweise muß ich dazu sagen, dass ihr Onkel  ein Gut bei uns in der Nähe hatte
und sie dort oft als Sommergast weilte. Das Dorf in dem ich lebe ist übrigens das
Dorfe B. der Judenbuche.
Die Novelle basiert auf wahren Begebenheiten. 

Besagtes Gut der Familie von Haxthausen.
Die Familie (Freiherren) wohnt immer noch dort.

Ein Blick über die Gutsmauer. Das Herrenhaus ist leider von der Ansicht nicht zu sehen.
Da es sich um ein Privatgrundstück handelt, kann man da auch nicht einfach
auf das riesige Grundstück und wild knipsen. 

Was verbrigt sich hinter fremden Türen? 

Manchmal Rinder oder Rindviecher oder auch Hornochsen ;).
Diese drei sind  äußerst charmant und waren sehr fotografierwillig.
Frohe Ostern die Damen!

Kopfweiden, frisch frisiert. 

So sieht das Gut von Weitem aus….

… und so ein beginnender Buschwindröschenteppich von Nahem.

Ich wünschen  Euch noch schöne Ostern und werde mich jetzt wieder diesen Taschen widmen!