Wird mal wieder Zeit, dass ich etwas aus der waschkueche zeige, obwohl ich mich derzeit eher weniger dort aufhalte. Denn, viele Pläne die ich schmiede und geschmiedet habe und jetzt umsetzen möchte, haben so gar nichts mit Filzen zu tun. Nennen wir es einfach eine kleine kreative Pause vom Filz – wobei, zur Entspannung experimentiere ich doch mit verschiedenen Filzsorten und Techniken herum. Dinge die ich immer schon ausprobieren wollte, aber nur zur Entspannung. Abends, wenn Zeit ist zwischen meinen Projekten.

Nun ja. Neulich habe ich Euch ja an einem meiner todlangweiligen Tage teilhaben lassen. An dem Tag hatte ich u.a. auch eine Kundentasche in der “Mache” und zwar die Filztasche Täschli. Täschli ist ein Dauerbrenner  der waschkueche. Liegts an der Form, dem Schweizer Kreuz, dem Hirschen – keine Ahnung. Diese Tasche aus handgefertigtem Filz ist mittlerweile zum Weltenbummler geworden und treibt sich sowohl in Amerika als auch in Japan und Australien rum. Erstaunlich, ist sie doch nur per Zufall vor ca. 4 Jahren aus einem Musterstück entstanden. Nun fertigte ich eben wieder eine Täschli und dachte so bei mir:” Kannste gleich noch eine für Deinen Shop machen. In einem Rutsch, das fluppt.” Aber, als ich das Stück fertig gefilzt hatte, hatte ich keine Lust mehr auf die Filztasche mit Hirschapplikation (übrigens auch ein Kopieropfer – Grüsse nach München an die lt. Interview selbsternannten Internet-Trendscouter-) vielleicht weil der Hirsch kopiert worden ist.

Ich habe kurzerhand umdisponiert und aus dem Täschli einen Filztasche namens “Hüttenzauber” gemacht. In etwas abgespeckterer Version, weil die Rückseite nicht dekoriert ist. Dafür hat eine alte Wanderbrosche 
auf der Front platzgenommen
(ja, die Griessneralm liegt in Österreich, ich weiß und hat eher weniger mit der Schweiz zu tun. Sehen wir die Tasche doch als völkerverbindendes Element an ;)). Ich habe mich wirklich schweren Herzens für sie entschieden, aber sie paßte sooo gut.  Ich liebe diese Anstecknadeln. Also, wenn ich ein Sammler wäre, dann könnte man mich als Wanderbroschensammler bezeichnen. Am liebsten würde ich sie alle ausbrüten anstatt, wie ursprünglich vorgesehen, für meine Taschen verwenden.  
Während ich so für den Hüttenzauber den Trageriemen filzte, kam mir immer wieder das Bild von dieser traditionellen Frisur in den Sinn, bei der ein Bauernzopf um den Kopf geflochten wird. Kennt ihr bestimmt, gxxgelt mal “Bauernzopf”. Irgendwie wollte ich unbedingt diese Frisur umsetzen. Entstanden ist ein in der Mitte gekordelter Trageriemen, welcher zu den Enden zusammengefilzt wurde. Hat Spaß gemacht. Gefiel mir und brachte mich dann auf weitere Ideen, die ich unbedingt dieses Jahr noch umsetzen möchte, die aber so gar nichts mit Trachten oder ähnlichem zutun haben – ich kann nämlich auch anders ;).

Ach ja, den Enzian hätte ich ja fast vergessen … der durfte nicht fehlen. 
Gut, lange Rede kurzer Sinn, Hüttenzauber hat sich zu den anderen Filztaschen in den Shop gesellt und harrt der Dinge, die da kommen. Ich harre jetzt nicht der Dinge, die da kommen, sondern nutze den Tag um mit der Renovierung unseres Schlafzimmers zu beginnen. GöGa hat heute morgen in aller Herrgottsfrühe fluchtartig die Örtlichkeiten verlassen (er haßt es zu renovieren)  und amüsiert sich derweil mit Freunden im grossen Schlammatschsandkasten für Jungs ab 18 mit Offroadern. Freie Bahn!!!!!!!

Die Filztasche “Hüttenzauber” ist erhältlich bei
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