Wo fang ich mal an? Hm,vielleicht am besten am Anfang. Auf dem Plan steht für die nächsten Tage eine Schlangenbeschwörung. Es geht um diesen Entwurf. “Vorlage” war ein Schulranzen, schwarzgrundig mit grüner Mamba drauf. Theoretisch, damit es zum Schulranzen paßt, hätte ich eigentlich eine grüne Mamba um die Schultüte wickeln müssen. Hab ich aber nicht gemacht. Grund, ich hatte Angst, dass es nach einer Werbetüte für Gartenschläuche aussieht. Daher bin ich von der Vorgabe abgewichen und habe mich für eine Boa entschieden. Boa, so dachte ich. 
Als ich anfing auszurechnen wie lang diese Schlange ist und wie das Muster aussieht, stellte ich bei meinen Recherchen fest, eine Boa sieht in ihrer Musterung ganz anders aus als ein Pyhton. Das, was wir landauf, landab als Schlangenmuster kennen, ist in den allermeisten Fällen das Muster einer Python bzw. basiert auf dem Muster einer Netzphyton. Also wurde mustertechnisch aus der ursprünglichen Boa eine Python. Sind aber beides Würgeschlangen, na wenigstens das paßt. Übrigens, wer bislang glaubte, dass ich so etwas wie ein Netzpyhtonmuster mal locker aus dem Ärmel schüttel der irrt, auch ich muß erst einmal nachschauen wie etwas aussieht, nicht alles kann ich hopp, hopp, hopp aus der Imagination abrufen. Jetzt wista Bescheid – die filzt auch nur mit Wasser ;). 
Nachdem ich das geklärt hatte, habe ich eine Probewicklung gemacht – man beachte dabei die technisch ausgereifte Konstruktion “Schieblehre und Papierstreifen” –  um zu erfahren, wie lang die Schlange werden muß. 4 Meter! Mein Arbeitstisch ist (bzw. die Küchenzeile, noch habe ich keine Werkstatt …. noch nicht, ich arbeite dran bzw. der Notar und das Katasteramt) 1,80 Meter. Da heißt es tricksen und das werde ich jetzt machen.

Schönen Sonntag noch, meiner wird spannend. Wenn Ihr die Tage schlagzeilenträchtig lest “Filzerin von Woll-Boa in zu kleiner Küche gewürgt” so handelt es sich dabei um mich.