Jahresrückblick 2016 / 4

Jahresrückblick 2016 / 4

 

Das Jahr war fast vorbei, nahm jedoch noch einmal gewaltig Fahrt auf und stellte alles um uns herum auf den Kopf. Es ist beruhigend in solchen unruhigen Zeiten einen Menschen neben sich zu haben, mit dem man gemeinsam und manchmal sogar darüber lachend auch diese Zeiten heile übersteht.

 

10.2016

Im Oktober filzte ich noch einen Auftrag den ich das ganze Jahr vor mir hergeschoben hatte. Es handelte sich dabei um eine Tasche, Typ Shopper, Modell Kuckucksuhr. Der Entwurf gehört zu meinen Basics. Körperlicher Kraftaufwand und Zeiteinsatz waren somit für mich bekannt. Ich habe mir doppelt soviel Zeit für die Herstellung genommen wie sonst. Ich war gespannt, ob ich einigermaßen schmerzfrei filzen konnte.

 

Filztasche grau-rot mit Motiv Kuckucksuhr.

 

Diese Entschleunigung brachte mir viel Freude am Filzen. Eine Freude die ich so lange nicht mehr gespürt hatte. Das war wohl der Tribut den ich in letzten Jahren für zu intensives Termin- und Massenfilzen zahlen musste – der Verlust von Spaß und Freude am Handwerk. Mir wurde klar, dass ich zukünftig nicht mehr im Terminstress arbeiten möchte und sich einiges ändern muß.

 

Garnspule mit handgefärbter Merinowolle zum Weben. Webkurs im Freilichtmuseum Detmold Oktober 2016.

Weberschiffchen mit verschiedenen Garnen. Webkurs im Freilichtmuseum Detmold Oktober 2016.

Leinwandbindung. Schal im Webrozess. Gewebt wird ein Karo mit handgefärbter Merinowolle. Webkurs im Freilichtmuseum Detmold Oktober 2016.

 

Eine weitere Entschleunigung brachte ein Webkurs im Oktober im › Westfälischen Freilichtmuseum in Detmold. Bereits vor zwei Jahren hatte ich an einem Kurs bei Roswitha, ihres Zeichens Webmeisterin, teilgenommen. Die von ihr mit Naturfarben handgefärbten Garne, die wir verwebten hatten so schöne, harmonische Farben. Das war es dann allerdings auch mit der Harmonie für den Rest des Jahres. In der darauffolgenden Woche reihte sich eine Hiobsbotschaft an die andere.

 

 

11.2016

Buchenwald mit Rauhreif.

 

Der November verwöhnte uns zu Beginn mit Traumwetter bei ersten Frostnächten. Zeit die Pferde in den Winterstall zu bringen, die Wiese braucht ihre Ruhe zur Regeneration. Regenerieren konnten wir leider nicht, die Zeit wurde Göttergatte und mir nicht gegeben. Schwere, unbequeme, dennoch sinnvolle Entscheidungen wurden getroffen. Unsere psychischen und physischen Akkus waren Ende des Monats tiefenentleert.

 

 

12.2016

Strandbefestigung am Rüstringer Berg in Wilhelmshaven

Mit gelb-grünen Flechten bewachsene Strandbefestigung.

Schale einer Pazifikauster an der Nordsee.

 

Die Negativserie aus Oktober-November ging, sehr zu unserem Leidwesen, nahtlos im Dezember weiter. Daher nahm ich mir vier Tage Auszeit von menschlichen Befindlich- und Unzulänglichkeiten und fuhr an die Küste. Atem holen, Kekse backen, aufs Meer gucken.

Der Ostheopath sollte Recht behalten, meine Hand wurde zu Weihnachten deutlich besser. Nur gelegentlich schmerzt es noch etwas.

Der letzte Tag des eher mittelmäßigen Jahres 2016 kam, ich schaufelte diese Website Seite hoch und begrüsste das neue Jahr 2017.

Ich freue mich auf das Kommende!

 

 

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Jahresrückblick 2016 / 1

Jahresrückblick 2016 / 1

 

Letztes Jahr habe ich das Bloggen sehr vernachlässigt. Obwohl eigentlich viel passiert ist über das es sich gelohnt hätte zu schreiben. Erst einmal aus dem Rhythmus gekommen, ist es jedoch schwer den Faden wieder aufzunehmen und die Tastatur gekonnt zu bemühen. Ende letzten Jahres gelobte ich mir, 2017 startest Du im neuen Blog durch … mit 2016.

 

Wie, jetzt? Als ich über meinen Redaktionsplan (…) grübelte, stellte ich fest, dass ich letztes Jahr auf Instagram sehr rührig war, warum nicht im Blog? Der Grund ist klar, Instagram ist schnell. Schnell produziert, schnell kommuniziert, schnell konsumiert, schnell vergessen – instant eben, der Name ist Programm. In einen Blogpost muss ich mehr investieren. Mehr Zeit, mehr Gedanken, mehr Mühe. Dadurch bekommt er natürlich auch eine gewisse langlebige Wertigkeit, die Instagram so nicht schafft. Eine Wertigkeit, die von Euch geschätzt wird. Ich möchte mich bei Euch, meinen Blogleser für diese Wertschätzung bedanken und Euch auf den Stand von Instagram bringen, denn nicht alle sind auch automatisch bei Instagram.

Daher nun das letzte Jahr für den geneigten Blogleser und Instagramabstinenzler, häppchenweise im Quartal. Davon ab, auch für die Instas ist noch einiges Unbekanntes dabei.

 

01.2016 

winter-weidezaun-spaziergang

filzatelier doris niestroj-blick auf filztisch

 

Der Januar war für mich der Monat des filzerischen Durchatmens. Besonders nach der produktiven Saison 2015, brauchte ich die Zeit zum Ausruhen.

Bei Spaziergängen in der Winterlandschaft, machte ich mit Gedanken über meinen bisherigen Webauftritt die.waschkueche. Es nervte mich schon lange, dass nicht alles unter einem Dach vereint war. Der Blog hatte eine eigene Adresse. Meine Hauptdomain hatte ich auf eine Subdomain umgeleitet, auf der meine Bildergalerie zu finden war. Der verwaiste Shop dümpelte vor sich hin. Ich entschied mich endlich mit Word Press dieses Sammelsurium zu beenden und stürzte mich in die Entwurfsphase.

 

 

02.2016

polnischer bergdackel

 

Im Februar beschäftigte ich mich damit „unwesentliche“ Renovierungs-Restarbeiten in meiner Werkstatt fertigzustellen. Dazu gehörten die Küche und die Fensterbänke.Hätte ich nicht für April einen Filzkurs angeboten und wäre dieser nicht bereits ausgebucht gewesen, wären diese beiden Baustellen heute noch nicht fertig. Denn: Nichts ist beständiger als ein Provisorium.

Ich bekam Besuch von einer wertgeschätzten, langjährigen Internetbekanntschaft, nebst polnischen Berggdackels. Was mal wieder beweist, dass das Internet trotz vieler Unkenrufe ein guter Ort ist um nette Menschen kennenzulernen. Apropos Unkenrufe, mir begegnete zwar keine Unke bei meine Sporteinheiten in Mutter Natur, dafür aber ein Erdkrötenpaar.

 

 

03.2016

filzwolle violett rosa lila

filzrosenstrauß

Violette Schultüte gefilzt. Mit Hufeisen, Filzrosen und grünem Chiffonband.

 

Im März startete ich die Filzsaison. Wie immer mit einfachen Modellen um meine Hände wieder gelenkig zu machen. Eine violette Rosentüte, gefolgt von einem Haflinger und einer Wikinger gingen über den Filzarbeitstisch. Bereits bei der ersten Tüte bekam ich leichte Beschwerden in der Hand. Anfangs dachte ich, dass sich das im Laufe der Zeit wegfilzt … – ich freute mich schon auf die nächste Schultüte, die ich mir für den April vorgenommen hatte. Alice im Wunderland.

 

 


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Herzlich Willkommen!

Herzlich Willkommen!

Photo by Viktor Hanacek / picjumbo.com

 

Das ist sie, die neue Website unter neuem Namen. Sie ist noch nicht ganz fertig, ein Teil des Portfolios fehlt noch, aber sie läuft stabil, Grundsätzliches ist da, so what?  Nobody is perfect. Rest kommt.

 

Never change a running system oder doch?
Warum habe ich alles Bisherige über Bord gekippt? Den Namen, den Blog, die Bildergalerie, den Shop? So spontan, wie es für Euch aussehen mag war es nicht. Den Wunsch Blog, Shop, Portfolio unter einer Adresse zu bündeln trage ich schon seit langer Zeit mit mir herum.  Ich habe viel versucht, immer wieder kam ich an den Punkt das Wesentliche zu belassen und nur kleine Dinge neu zu justieren.

Da war aber diese stetig brennende Flamme Unzufriedenheit. Die größer und größer wurde. Immer häufiger stellte ich alles in Frage. Jedoch, so richtig etwas zu ändern, neu zu formen, von vorne anzufangen traute ich mich nicht – noch nicht. Ich merkte nur, dass ich mich in meiner „waschkueche“ irgendwie nicht mehr wohlfühlte.  Klar wurde es mir, als ich im Mai 2015 mein Filzatelier bezog. Eine riesige Veränderung für mich.

Aber, manchmal braucht es eine Initialzündung um die Dinge endlich anzupacken. 2016 hatte ich zwei davon. Im März meine Hand, die mich schmerzhaft alle meine Pläne für den Rest des Jahres überdenken ließ und im August eine persönliche Begegnung. Dann war es nur noch eine Frage der Umsetzung. Die hat etwas gedauert, denn 2016 war nicht gnädig mit mir und forderte mich. Es war persönlich, gesundheitlich und beruflich ein mehr als anstrengendes Jahr.

 

Umzug mit leichtem Gepäck
Obwohl sich nur das Datum ändert, hat der 1. Tag des neuen Jahres immer etwas von Aufbruch, Neuerung und Veränderung.  Daher habe ich diesen Tag gewählt um neu anzufangen. Zukünftig arbeite ich unter meinem Namen Doris Niestroj. So witzig der Name die.waschkueche auch sein mochte, dahinter stand immer ich. Wird Zeit das man erfährt, wer da eigentlich filzt.

Ich habe lange überlegt ob ich die Posts, die ich seit März 2008 unter die.waschkueche geschrieben habe, mitnehme. Ich habe mich dagegen entschieden, denn sie sind die.waschkueche. Mein Portfolio hingegen habe ich mitgenommen, so radikal bin ich nun auch nicht. Der alte Blog bleibt noch eine Zeitlang offen, damit interessierte Leser den Weg hierher finden, irgendwann werde ich ihn jedoch schließen.

Lange Rede kurzer Sinn, ich freue mich auf ein gemeinsames Jahr mit Euch.

 

Herzlich Willkommen in meinem neuen Filzwelten!

 

 


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