… muß man Prioritäten setzen. Die Blogpflege belegt dabei dann eher hintere Plätze, da das analoge Leben definitiv bei mir vor dem virtuellen Leben geht – war auch schon mal anders. Viele Dinge wollen derzeit gleichzeitig erledigt werden. Angefangen beim Garten, der seit gestern winterfein ist, inklusive Igellaubhaufen, aufgehört bei … ach die Liste ist so lang. Aber gefilzt wird trotzdem immer, täglich.

Ich robbe mich langsam Richtung Weihnachten und versuche erstmals  für diese Adventskranzsaison meine Filzfertigung entsprechend meiner Planung – liebevoll in einer Excelliste inklusive Zeitstrahl Anfang des Jahres geklöppelt – abzuarbeiten. Klappt … fast.  Ich habe mich dieses Jahr entschlossen nur eine limitierte Auflage meiner Adventskränze anzubieten. Ab Anfang November sind sie im Shop erhältlich, sofern meine Planung stimmt. Das Bild gibt einen klitzekleinen Eindruck was da kommt.

Früher war mehr Lametta

Am Sonntag habe ich noch auf den Flohmärkten der näheren Umgebung nach altem Weihnachtsschmuck für die Adventskränze gesucht und bin mehr als fündig geworden, denn früher war ja bekanntlich mehr Lametta. Übrigens, dieser Spruch vom Opa Hoppenstedt aus Loriots Sketchepisode “Weihnachten bei Hoppenstedts” inspirierte mich zu einem neuem Adventskranz.

Ich bin ein Kind der Generationen, die noch das Lametta aus Staniol mit dem Bleikern am Baum kennen. Ich habe sogar noch  einige Briefe aus frühen Kindertagen geerbt. Streng behütet. Weihnachten ohne Lametta geht bei mir gar nicht mehr, obwohl angeblich nicht mehr zeitgemäß. Je älter man wird, so scheint es, wird man auch nostalgischer  “… damals, Frieda, weißte noch der schöne Baum?” Aber Weihnachten hat auch sehr viel mit Kindheitserinnerungen und Traditionen zu tun, nicht wahr? Von daher zeitgemäß hin, altmodisch her, ich steh auf Lametta!