Ich habe nach einer treffenden Überschrift für diesen Post gesucht, aber so richtig drückt keine das aus, was patchworkbegeisterte Menschen und zwei Dörfer gestern gemeinsam auf die Beine gestellt haben.


Für Ucki!

Gestern fand in den Dörfern  Herrentrup und Reelkirchen die Internationale Patchworkausstellung “Patchwork tut der Seele gut” statt. Zwei Dörfer machten sich in Zusammenarbeit mit den Initiatorinnen der Ausstellung (hier im Blog mehr dazu) besucherfein. Davon ab, bräuchten sie es gar nicht explizit – das Herausputzen, denn auch im Alltag sind es zwei sehenswerte, lippische Dörfer. Das Willkommen durch die Bewohner des Dorfes war schon auf dem Parkplatz sehr nett, man merkte den Spaß an der Sache.

An neun verschiedenen Ausstellungsorten mit insgesamt 15 Ausstellungen, die Orte teilweise mit wirklicher Liebe zum Detail ausgewählt, zeigten verschiedene Patchworkgruppen und Einzelaussteller aus der hiesigen Region, Gesamtdeutschland und aus den Niederlanden ihre Traumwerke.

Toll fand ich die Integration der Werke in die alte, meist bäuerliche  Gebäudearchitektur. Stärker konnte der Kontrast nicht sein. Manchmal wußte ich allerdings nicht was ich jetzt schöner finden sollte, die alten Gehöfte (eine heimliche Leidenschaft von mir) die Patchworkarbeiten oder beides zusammen. Daher habe ich viele Fotos gemacht. Ja, fotografieren war erlaubt und sogar gewünscht, ich hatte mich noch erkundigt. Aber ich möchte hier kurz anmerken, sollte eine der Künstlerinnen hier ihr Werk entdecken, das sie nicht öffentlich gemacht haben möchte, bitte kurze Info, ich entferne das Bild selbstverständlich sofort. Genauso verhält es sich mit den abgebildeten Gebäuden. Wegen der Privatsphäre zeige ich hier auch nur Gebäudeausschnitte. 
Station Nr. 1


Fahrbarer Kohl? Essen auf Rädern, knackfrisch!

Ich war relativ früh da, aber die Wege und Ausstellungen füllten sich recht schnell. Daher war ich froh das ich meine Knipse dabei hatte, um zu fotografieren und mir in Ruhe zuhause noch einmal einige Werke anzuschauen. Was ich etwas bedauert habe war, dass die Decken teilweise sehr dicht zusammenhingen, so dass sie sich gegenseitig in ihrem Ausdruck “störten”. Manchmal konnte man leider auch nicht weit genug wegtreten um den Gesameindruck eines Werkes auf sich wirken zu lassen. Aber, ich muß dazu auch sagen, dass ich kein besonders grosser Freund von Menschenansammlungen bin und immer etwas raschelig werde, wenn zu viele Personen um mich herumsurren, da fehlt es mir dann an Konzentration mich ganz auf das Ausgestellte einzulassen.

Das nenn ich mal Gartenhäuschen. Innen stellte Jutta Gehrke, ihre tollen Arbeiten aus.
Aber es war so voll in dem kleinen Wägelchen, da war nichts mit fotografieren.
Kurz zu den Fotos, es sind viele, so dass ich die Post splitten werde. Ich konnte mich nämlich nicht entscheiden was ich zeigen soll und was nicht.  Viel will ich dazu gar nicht erzählen, denn die Werke sind selbsterklärend. Die Fotos Architektur/Quilts sind chronologisch angelegt. Ich versuche sie so zu mischen, dass Ihr einen ungefähren Eindruck für die besondere Atmosphäre der Ausstellung bekommt. 

Auch an die, sicher in der Minderheit anwesenden, Filzer wurde gedacht. Im intensiven Zwiegespräch mit dem Woll-Lieferanten. Der Stöpsel im Ohr ist das Mikro zum Simultanübersetzer im Stall …



Station Nr. 2



Blick über den Gartenzaun in ander Leuts Beete – da kommt Spontanneid auf. 
Ich habe ja ein Faible für Häuserquilts. 
Davon gab es einige fantastische Exemplare zu bewundern, dieser war einer davon.


Wegweiser auf Patchworker Art. Ich habe sie zuerst als überdimensionale Knallbonbons gehalten
und mich beim ersten “Knallbonbon” über Sinn und Zweck gewundert, nach dem dritten Knallbonbon wußte ich, was “man” mir damit sagen wollte, nämlich: Hier entlang bitte.

Station Nr. 3

Wie man sich auch drehte, überall war Patchwork.

Das passende Boot für die Paddel hing praktischerweise direkt unter der Decke.

Ich habe ausschließlich ohne Blitz fotografiert um die Farben nicht zu verfälschen, dadurch sind manche Fotos mangels ausreichend Licht etwas unscharf geworden wie leider auch diese wunderschöne Patchworkarbeit, für die alte Leinentücher neu verarbeitet wurden.

Nicht nur Patchwork sondern auch der Wald tut der Seele gut!
Ja, wir befinden uns immer noch auf Station Nr. 3.
Ein Hammergehöft sag ich Euch und das sollte 1983 abgerissen werden. 

Erfrischung gefällig? Lecker Kaffe und Kuchen gabs in der Remise der Station Nr. 3, dazu noch eine Portion Kunst aus Alteisen und Einblicke in einen weiteren Traumgarten.

An diesem schattigen und lauschigen Ort machen wir nun eine Rast bis zum nächsten Post.