Der Shop ging, der Blog blieb. Ich entwarf und programmierte eine Portfolioseite, änderte mal wieder das Design der waschkueche. Musste zwangsweise meinen Facebookaccount löschen und meldete mich bei Instagram an. Dennoch war ich mit der Gesamtsituation nicht zufrieden.

Statt Onlineshop eine Portfolioseite

Wie ging es weiter nachdem ich meinen Shop geschlossen hatte und wann kommen endlich die sozialen Medien ins Spiel? Sie sind bereits im Ring, ich habe sie nur noch nicht erwähnt.

Nachdem ich den Onlineshop dicht gemacht hatte, widmete ich mich wieder meinem Blog und änderte dessen Design. Angefangen beim Logo, aufgehört beim Layout. Da ich  keinen Shop mehr hatte, versuchte ich eine Portfolioseite auf meinem Blog zu integrieren. So hätten Interessenten alles auf einen Blick und müssten nicht stundenlang im Blog suchen, wenn sie denn wüssten, wonach sie suchen. Der Versuch einer nutzbaren Integration scheiterte kläglich. Also doch wieder eine eigene Seite fürs Portfolio? Die Notwendigkeit bestand, meines Erachtens nach. Denn in der Zwischenzeit hatten sich viele Referenzprodukte angesammelt. Ganz besonders und im Speziellen bei den Schultüten.

Also setzte ich eine eigenständige Portfolioseite unter einer eigenen Webadresse auf. Kombinierte meine HTML-, CSS- und PHP-Fertigkeiten mit meinem SEO-Wissen (wir erinnern uns, SEO = Search Engine Optimation = Suchmaschinenoptimierung), verlinkte den Blog und meine Facebook-Unternehmensseite, integrierte ein Kontaktformular und wartete ab. Es funktionierte gut und bewies, dass ein Onlineshop nicht immer sinnvoll ist. Es hätte eigentlich so weiter laufen können,  aber ein Fünkchen der Unzufriedenheit blieb und glomm vor sich hin.

Erneute Irritationen, Komplikationen und Fragen

Erneut betreute ich zwei Seiten unter verschiedenen Adressen und erneut führte das zu Irritationen und Komplikationen. Denn und das habe ich gründlich gelernt, man kann als Seitenbetreiber noch so gut verlinken, mit fetten, bunten Buttons darauf hinweisen, schreiben und gebetsmühlenartig auf jeder Seite alles wiederholen,  im Zweifelsfall liest der User nicht. Meistens wird nur schnell geschaut, nicht gelesen und schon mal lange nicht gesucht. Findet der Besucher nicht SOFORT die Antwort, fragt er.

Lesen, so habe ich festgestellt, wird auf Internetseiten wirklich überbewertet. Nach drei Sätzen ist meistens schon Schluss mit der Aufmerksamkeit. Selbst FAQ-Seiten auf denen wirklich die allermeisten Fragen beantwortet werden, werden ignoriert. So gehörte meine FAQ Seite neben dem Datenschutz zu dem am wenigsten frequentierten Portfolioseiten … .

 

Portfolio die.waschkueche 2013. Doris NiestrojBilder von links nach rechts:
Logo die.waschkueche von 2013-2016, jahreszeitliche Grafik „Herbst• für die Portfolioseite / eigener Entwurf, Homeseite des Portfolios im Herbst 2015,
Kette mit gefilztem Eichelanhänger …so etwas habe ich auch mal verkauft.

Facebook, der schwer zu durchschauende Zeitfresser

Die sozialen Medien kamen bei mir 2010 mit Facebook in Form eines privaten, geschlossenen Accounts ins Spiel. Meine Güte habe ich anfangs dort viel Zeit versenkt. Ich kam erst  später auf die Idee eine Facebook-Unternehmensseite zu eröffnen. Facebook bietet zwei verschiedene Seitentypen an. Eine private Seite, die vor der Öffentlichkeit abgeschirmt werden kann und eine Unternehmensseite, die öffentlich ist.

Eigentlich wollte ich gar nicht. Ich befürchtete mich zeitlich zu verausgaben um den Blog und anfänglich den Shop, später die Portfolioseite noch vernünftig betreuen zu können. Zeit lässt sich nun mal nicht vermehren.  So war es dann auch. Facebook betreute ich nur halbherzig, mein Herz hing mehr am Blog. Vieles an dieser Plattform gefiel mir einfach nicht. Allen voran das undurchschaubare (bewusst undurchschaubar?) Layout, die schlecht auffindbaren Einstellungsmöglichkeiten und die ständigen Änderungen.

Man kommt an Zuckerbergs Einstellungskatastrophen fast nicht vorbei, wenn man sein Gewerbe zeitgemäß online präsentieren will. Es gehört noch immer zum guten Social Media Ton als Gewerbetreibender eine Unternehmensseite auf Facebook zu betreiben. Die Smartphones läuteten eine neue Ära der Internetnutzung ein, Facebook ist dafür konzipiert. Wer nicht mitzieht läuft Gefahr abgehängt zu werden. So wird es einem jedenfalls gerne verkauft.

Irgendwann war für mich  bei Facebook der Zauber des Neuen verflogen. Ich stellte fest, eine Facebook-Unternehmensseite braucht sehr viel Aufmerksamkeit um vernünftig zu laufen und um Reichweite zu erzielen. Sie benötigt häufiger Input als ein Blog. Wenngleich nicht so ausführlich wie ein Blogpost, dafür mit wesentlich höherer Frequenz.

Einen lesenswerten Post über ein Selbstexperiment mit ihrer Facebookseite hat Bine von “was eigenes” kürzlich dazu geschrieben.

 

Portfolio die.waschkueche. Schlüsselanhänger und Schultüte Fliegenpilz. Doris Niestroj.Bilder von links nach rechts:
Schlüsselanhänger in Herzform mit bemaltem Porzellanknopf,  Schultüte Fliegenpilz, Logo die.waschkueche mit Häuschen, icon facebook.

Facebook sperrte mich aus und ich beging Social Media Harakiri

Facebook tat viel dafür bei mir in der Beliebtheitsskala immer tiefer nach unten zu rutschen. Abgesehen von dieser unterirdisch schlecht gestalteten Seite, gingen mir die ständigen Updates und Neueinspielungen gehörig auf den Keks. Die Krönung kam, als mich Facebook zwang im privaten Account meinen Klarnamen zu verwenden, um diesen anschließend nicht zu akzeptieren. Kurzerhand wurde ich ausgesperrt. Nur mit viel Trickserei kam ich wieder rein. Meine erste Amtshandlung war, nach gelungenem Login,  die Kündigung des privaten Account und der damit verbunden der Unternehmensseite. Facebook ade.

Bei dieser wutentbrannten, mir nicht ganz untypischen Kurzschlussreaktion hatte ich jedoch nicht bedacht, dass mir bereits viele Menschen ausschließlich auf Facebook folgten. Ich vergaß dabei auch, dass ich nicht das Maß der Dinge bin und es sehr wohl, sehr viele Personen gibt, die im Gegensatz zu mir,  gut mit Facebook klar kommen. Die hatte ich erst angefüttert um sie dann einfach so ohne Vorwarnung “dumm sterben” zu lassen. Das ist, als würde man einen Kunden kurzerhand wortlos vor die Tür setzen und diese dann mit Schmackes zuzuknallen. Ich kann nur jedem raten so etwas NICHT zu tun!!!Das macht man nicht, das ist megaunhöflich!!! Die Quittung folgte, ich verlor viele dieser Follower. Nur sehr wenige blieben mir treu und folgten mir auf meinem neuen Social Media Kanal.

Ich hatte nämlich zwischenzeitlich Instagram für mich entdeckt. Dazu mehr im 4. Teil.

 

Serie 

Mein Rückblick auf 10 Jahre Onlinehandel, Bloggen & Social media
Teil 1 / Meine ersten Schritte im Onlinehandel.
Teil 2 / Meine Erfahrungen mit einem Onlineshop.
Teil 3 / Meine Online-Kurzschlussreaktion.
Teil 4 / Meine Onlinepräsenz und die Zukunft.

 

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